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Ich kann Sie sehr gut hören!
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Ich kann Sie sehr gut hören!

Mit einem nigelnagelneuen Mikrofonsystem verspricht Sennheiser nicht nur effizientere, sondern vor allem besser verständliche Remote-Meetings.

Der gute Ton ist das Um und Auf erfolgreicher Meetings. Und damit sind nicht ausschließlich höfliche Umgangsformen gemeint. Weil: Nur wenn man sein Gegenüber buchstäblich richtig versteht, funktioniert Kommunikation einwandfrei. Und hierfür gibt’s nun ein neues heißes Superteil, bei dem man angeblich die Ohren anlegt. Meint zumindest dessen Hersteller: Mit dem Deckenmikrofonsystem TeamConnect Ceiling 2 will der deutsche Audiotechnik-Konzern Sennheiser die Übertragungsqualität auf höchste Ebene heben.

Sennheiser lässt aufhorchen

Der Einfachheit halber nennen wir TeamConnect Ceiling 2 im folgenden Text so, wie es beim Entwickler intern kurz heißt: TCC2. Und dieses TCC2-System also wurde speziell für Besprechungsräume mit einer Größe bis zu 50 Quadratmetern entwickelt, in denen mehr als ein Mensch spricht und von mehreren anderen Menschen an einem anderen Ort störungsfrei gehört werden will.

Der Strahl eines Mikrofons folgt mit automatischer Änderung der Richtwirkung der Stimme des Sprechers.

Grundlage des TCC2 ist die patentierte automatische und dynamische „Beamforming“-Technologie. Deren Kernanwendung ist die Lokalisierung und intelligente Bewertung von Schallquellen. Quasi wie der Lichtkegel eines beweglichen Scheinwerfers suchen 28 Mikrofonkapseln von der Decke aus den Raum in recht eng gehaltenen 30-Grad-Winkeln ab. Genauer gesagt, handelt es sich dabei um 28 dauerpolarisierte Kondensatormikrofonkapseln vom Typus KE10.

Automatischer Fokus auf den Sprecher

Der Strahl eines Mikrofons folgt dabei mit automatischer Änderung der Richtwirkung der Stimme des Sprechers. Auch wenn er sich bewegt – was in dynamischen Besprechungen durchaus vorkommen soll. Das System analysiert laufend, wo es im Raum gerade am lautesten ist. Es erkennt damit selbständig, welcher der Meeting-Teilnehmer gerade spricht.

Prioritätszone: Die Mikrofone werden generell auf ein spezielles Areal im Raum gerichtet.
Ausgesuchte Bereiche können definiert werden, um störende Geräusche auszuschließen.

Doch nicht nur dieses Problem soll in Zukunft als gelöst gelten. So beruft sich Sennheiser selbst auf seiner Homepage auf Untersuchungen, wonach im Schnitt mehr als zehn Minuten am Beginn eines Meetings mit dem Einrichten der Audioanlage verschwendet werden.

Per Definition einfach

Deshalb verspricht Sennheisers eigenes „Control Cockpit“ eine einfache Bedienung des TCC2. Und trotzdem jede Menge interessanter Konfigurationsoptionen: Vorab kann etwa ein prinzipielles Areal im Raum bestimmt werden. Also die Prioritätszone, auf die die Mikrofone generell gerichtet werden. Gleichzeitig können aber auch bis zu fünf Bereiche, etwa Klimaanlagen, definiert werden, in denen störende Geräuschquellen bewusst ausgeschlossen werden sollen.

Das Deckenmikrofon wiegt 5,6 Kilogramm und wird an die Decke oder in höheren Räumen an dünnen Seilen befestigt.
Sennheiser

Kommen wir zum haptischen Teil des Wunderdings: Das elegante Deckenmikrofon. Es hat die Ausmaße 590 x 590 x 43 Millimeter und wiegt schlanke 5,6 Kilogramm. Es ist in Weiß oder Schwarz erhältlich und schmiegt sich unaufdringlich an die Decke des Büros (oder schwebt in höheren Räumen an dünnen Seilen befestigt an der gewünschten Position). Zudem kommt das System ohne unliebsamen Kabelsalat unter den Tischen aus.

Flexibel in der Praxis

In der Coworking Lounge am Zürcher Tessinerplatz findet Sennheisers Deckenmikrosystem TCC2 bereits in der Praxis großen Anklang. Zum einen wegen der einfachen Bedienbarkeit, zum anderen aber auch wegen der Flexibilität: Es ist egal, ob an einem Meeting zwei oder zwanzig Menschen teilnehmen. Die Tonqualität bei der Übertragung zu externen Teilnehmern bleibt unverändert gut, wenn der Sprechende am Whiteboard seine Argumente skizziert, so die einhellige Meinung der Nutzer.

Zurück zum Produzenten. Sennheiser ist ein deutsches Industrieunternehmen, das heute in dritter Generation von Daniel und Dr. Andreas Sennheiser geführt wird. Gegründet wurde der Betrieb im Juni 1945 von Elektroingenieur Fritz Sennheiser in Wedemark-Wennebostel (Region Hannover) als Laboratorium Wennebostel, kurz „Labor W“. 1947 produzierte das erfolgreiche Nachkriegs-Startup seine ersten Mikrofone. Und 1968 kam der legendäre HD 414, der erste offene Kopfhörer, auf den Markt.

Nahezu Unsichtbar: In der Coworking Lounge am Zürcher Tessinerplatz fügt sich das TCC2 perfekt in die Raumgestaltung ein.

2016 bot Sennheiser dann sein erstes Deckenmikro-System für Telefon-, Web- und Videokonferenzen an: das SL Ceiling Mic. Im Rahmen der ISE in Amsterdam wurde 2019 dann der Nachfolger TeamConnect Ceiling 2 vorgestellt.

Frei sprechen, bitte!

Seither wird die Hightech-Freisprecheinrichtung laufend verbessert. Etwa durch eine Zertifizierung für Microsoft Teams Rooms. Die letzte große Neuerung ist ein Feature namens TruVoicelift, durch das die Sprachverstärkung noch einmal signifikant verbessert wurde.

Bei all diesen hochtechnologischen Innovationen bleibt nur noch zu hoffen, dass in den Meetings nicht nur geredet, sondern auch tatsächlich etwas gesagt wird.

Text: Hannes Kropik
Bilder: Sennheiser

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